Es geht los!!!

Fotografie wird heuzutage überwiegend mit Digitalkameras gemacht. Mit der passenden Software wie Photoshop werden die Bilder dann massenkompatibel getunt. In einem gewissen Maße ist das auch okay, wenn man Fotos in einem gewissen Rahmen optimiert. Dann meist werden Hautunreinheiten in der Gestalt wegretouchiert, daß kaum noch Struktur der Haut zu erkennen und das ganze eher puppenhaft aussieht. Die Sättigung der Farben wird hochgesetzt, daß die Farben im wahrsten Sinne des Wortes knallen und mit dem Schärfefilter wird das Bild bis zur Unkenntlichkeit geschärft. Die Folge: man findet seine normalen Bilder fad und langweilig. Ergo beginnt man auch mit dem Bearbeiten, damit seine Arbeiten vergleichbar gut aussehen. Und als Konsequenz begegnet man nur noch Bilder, die nach diesem Muster bearbeitet werden und das ganze breitet sich aus wie eine Epidemie. Wie wohltuend erschienen mir da einige Bilder, als ich auf den Begriff der Lomographie gestoßen bin. Es ist eine Richtung der Fotografie, die nicht nach der Perfektion des Bildes strebt. Ihre Prinzipien lassen sich mit folgenden “Regeln” gut umschreiben:

  1. Nimm die Kamera mit, wohin du auch immer gehst!
  2. Benutze sie Tag und Nacht!
  3. Lomografie ist Teil deines Lebens!
  4. „Schieß“ aus der Hüfte!
  5. Bring die gewünschten Objekte so nah wie möglich an die Linse!
  6. Denke nicht!
  7. Sei schnell!
  8. Es ist vorher nicht wichtig zu wissen, was du auf den Film gebannt hast!
  9. Erst recht nicht nachher!
  10. Denke nicht über Regeln nach!

(Quelle: Wikipedia)

Diese Prinzipien habe ich versucht bei den Bildern auf dieser Seite anzuwenden. Dabei habe ich eine außergewöhnliche Kamera benutzt, nämlich eine Chupa Chups Photo Pop-Kamera, die vor zwei Jahren für einige Euro und einen Chupa Chups-Lolli auf dem Markt kam. Mit einem Plastikobjektiv, das perfekten Bildern entgegen wirkt, und keinen Einstellungsmöglichkeiten kann man nur das ins Bild bannen, was man sieht. Und das ist die Basis für meine Bilder hier. Bei einigen Bildern war mir der Bildaufbau wichtig, bei anderen habe ich das Bild wahrlich aus der Hüfte geschossen, teilweise ohne genau durch den Sucher zu schauen. Dennoch finde ich einige Bilder sehr bemerkenswert. Vielleicht gefällt Euch auch das ein oder andere Bild…

Der Pinguin und der Fotograf

~ von fotogott am Januar 6, 2008.

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